Turnreck selber bauen oder lieber fertiges bestellen?

Turnreck selber bauen oder lieber fertiges bestellen?

Turnreck selber bauen – Vor- und Nachteile

Ein Turnreck für den eigenen Garten ist doch etwas Feines für die ganze Familie. Die Kinder können damit spielen und zum Sport machen eignen sich Reckstangen auch perfekt. Der Trend geht im Jahr 2018 in Richtung Fitness wie Calisthenics und Bodyweight Training. Es gibt zwei Optionen, wie Sie zur Verwirklichung Ihres Vorhabens gelangen können, und sich ein Reck beschaffen. Zum einen können Sie selbst die nötigen Materialien einkaufen und es auf dem DIY Wege selbst zusammenbasteln und zum anderen bietet sich der Kauf eines fertigen Turnrecks im Internet auf Ebay oder Amazon oder einfach einem Shop in Ihrer Nähe an. Natürlich gibt es bei beiden Varianten eine Vielzahl an Punkten zu beachten, bevor Sie einkaufen. Eine Outdoor Reckstange ist der natürlichen Witterung ausgesetzt und muss daher dementsprechend vorbereitet und gepflegt werden. Auch über die Größe der Pfosten sollte man sich schon vorher überlegen. So machen 10-20 cm schon deutliche Unterschiede im Preis aus. Was genau Sie alles schon im Vorfeld beachten sollten, Tipps und weitere Antworten auf Ihre Fragen klären wir im Folgenden.

Turnreck selber bauen – was muss ich beachten und wie geht das?

Vor dem Bau sollten Sie sich zu Beginn in Ihrem Garten umschauen und einen geeigneten Platz für Ihr Reck suchen. Bei großen Gartenflächen sollte dies nicht in der Mitte, sondern eher möglichst weit am Rand sein. Wenn Sie Vorhaben sollten, am Reck hin- und herzuschwingen, dann bedenken Sie insgesamt mindestens Ihre Körpergröße plus einen weiteren Meter für Armlänge und Sicherheitsabstand zu umliegenden Hecken, Pflanzen und anderen Gegenständen einzuplanen, um genügend Platz und eine sichere Handhabung zu gewährleisten. Bevor Sie blindlings zum nächsten Baumarkt fahren und auf gut Glück nach passendem Material suchen, sollten Sie sich unbedingt eine Einkaufsliste schreiben. Um ein Turnreck selbst zu basteln, benötigen Sie unter anderem eine Klimmzugstange, welche bestenfalls aus Edelstahl bestehen sollte. Dazu kommen zwei Vierkanthölzer mit einem Durchmesser von um die 9cm, zwischen welchen die Stange später befestigt wird. Achten Sie dabei auch darauf, dass das Holz druckimprägniert ist, damit es witterungsbeständig ist und sie davon länger etwas haben. Sie können wahlweise auch ein anderes Modell wählen, einen Stützpfeiler weglassen und die Querstange dafür am Haus befestigen. Aus Erfahrung sind etwa drei bis vier Säcke Beton zum Einbetonieren im Boden notwendig. Hineingefüllt wird dieser in zwei PVC-Rohre, welche ca. einen Meter lang sein sollten. Weiterhin benötigen Sie diverse Schrauben, Muttern, Unterlegscheiben und Kappen.

Wie beginne ich nun…

Graben Sie an dem ausgewählten Ort die erforderlichen Löcher in 60cm – 70cm Tiefe und einer Breite von ca. 25cm. Achten Sie darauf, die Ausgrabungen nicht zu breit zu gestalten, denn später sollen hier die Kunststoffrohre hinein und einen möglichst festen Stand besitzen. Diese sollten vollständig unter der Erdbodenfläche liegen, das bedeutet, wenn Sie noch ein Stück herausragen, können Sie diese mit einem Gummihammer, Erdstämpfer oder anderem geeigneten Werkzeug weiter in den Grund rammen. Je fester die Kunststoffrohre sitzen, desto stabiler sind nachher auch die Holzpfosten. Dazu kommt der optische Aspekt, denn ragen noch Teile aus dem Rasen heraus, sieht dies nicht sonderlich schön aus. Entscheiden Sie sich zu einem späteren Zeitpunkt doch dazu, das Turngerät wieder abzubauen, dann lassen sich Verankerungskonstruktionen so auch einfacher unter einer neuen Rasenschicht verstecken und können dadurch im Grund verbleiben, ohne dass Sie diese mühselig ausgraben müssen. Wenn Sie ein Doppelreck erbauen möchten, müssen Sie die gleichen Schritte vornehmen, allerdings ein drittes Loch in der Position graben, wo der dritte Stützpfeiler hinkommen soll. Damit der Abstand beider Balken auch unten identisch ist, wäre die beste Idee, den Einsatz einer Latte und zwei Schraubzwinger in Anspruch zu nehmen. Haben Sie diese erst einmal in der richtigen Position fixiert, sollte eine gerade Ausrichtung kein Problem werden. Übrige Lücken sollten Sie jetzt wieder mit einem Teil der ausgegrabenen Erde füllen, um für mehr Stabilität zu sorgen. Stampfen Sie diese zwischenzeitlich mehrmals zur Verdichtung fest, damit ein größerer Halt entsteht.

…und wie geht es weiter?

Haben Sie die ersten Schritte erledigt, können Sie die Pfähle auch schon in die Aussparungen stellen. Suchen Sie sich dazu Hilfe von einer weiteren Person, denn dieser Schritt kann für Untrainierte aufgrund des großen Gewichtes schnell sehr anstrengend werden. Nach korrekter Ausrichtung kann der Zement angerührt und anschließend als Anker in den Raum zwischen Rohr und Stützpfahl gegossen werden. Wenn Sie einige Zeit gewartet haben und der Beton fest geworden ist, müssen Sie nur noch die Bar in gewünschter Höhe befestigen. Die Aufstellung ist somit beendet und Ihr Turngerät sollte stabil stehen. Doch vor der ersten Benutzung sollten trotzdem erst ein paar Tage vergehen. So können Sie sich sicher sein, dass alles lange genug verhärtet ist und allen Belastungen standhält.

Was soll schon schiefgehen?

Beim Projekt „Eigenbau einer Turnstange“ läuft nicht immer alles glatt. Die wenigsten von uns sind geübte Heimwerker, welche ständig den perfekten Plan haben und immer genau wissen, was zu tun ist. Fehler passieren nun mal, besonders bei Heimarbeiten, welche nicht ganz alltäglich sind. So kann beispielsweise das Loch ungerade gebuddelt werden, die Kunststoffrohre nicht richtig eingesetzt oder der Zement falsch angerührt werden, sodass Dinge mangelhaft konstruiert werden und somit später in eine schiefe Lage geraden. Dann ist es allerdings schon zu spät und die Pfosten sind bereits fest verankert. Auch Stellschrauben können nun nicht mehr ordnungsgemäß reingedreht werden oder verziehen sich und gehen somit kaputt. Sowas passiert nicht gerne und lässt sich auch nur schwer vermeiden. Wer will schon einen misslungenen Versuch vom Aufbau eines Fitnessgerätes im Garten stehen haben, welches am Ende womöglich nicht einmal genutzt werden kann? Denn wenn die Pfähle erst falsch gebaut sind, dann können dort auch keine Klimmzugstangen mehr angebracht und folglich auch keine Klimmzüge mehr dran gemacht werden geschweige denn jeglichen anderen Übungen.

Turnrecke kaufen – die bessere Entscheidung

Viele Beiträge und Artikel behandeln nur das Thema „selbst bauen“ und liefern keine Risiken und Informationen zu den Nachteilen. Hier allerdings zeigen wir Ihnen beide Seiten auf. Legt man Wert auf Qualität und Langlebigkeit, dann liegen die Materialkosten im Baumarkt meist gar nicht mal so weit unter den Kosten, welche für den Erwerb eines fertigen und qualitativ hochwertigen Reckes entstehen. So hat man beispielsweise nicht die Mühe, alle Materialien einzukaufen, aufeinander abzustimmen und schließlich für eine ausreichend stabile Lage der Verankerung sorgen zu müssen. Zudem sehen professionelle Versionen aus hochwertigen Materialien meist um einiges besser aus als die eigene Konstruktion aus Holzpfählen vom Baumarkt. Man sollte dabei bedenken und für sich selbst entscheiden, ob sich die Mehrkosten für den Bezug eines fertigen Systems lohnen. Eine detaillierte Bauanleitung mit Abbildungen und Schritt für Schritt Erklärungen gibt es beim Erwerb eines hochwertigen Systems dazu, dass hier eigentlich keine Schwierigkeiten beim Aufbauen bestehen sollten und Sie im Handumdrehen fertig sind. Ein fertiges Produkt besitzt zudem ausgeklügelte Techniken zur einfachen und unkomplizierten Höhenverstellung der Querstange. Dies ist besonders nützlich, wenn die Kinder häufig eine niedrigere Einstellung benötigen, während man selbst danach trainieren möchte und eine wesentlich höhere Einstellung benötigt. Je regelmäßiger Sie sich dabei abwechseln, desto wichtiger wird und desto mehr lernen Sie eine simple Verstellbarkeit zu schätzen. Möchte man so etwas von allein konstruieren, bedarf es einiges an Planung und Geschick. Bei Unachtsamkeit in der Konstruktion kann es passieren, dass sich die derzeitige Einstellung plötzlich nicht mehr verstellen lässt, etwas verklemmt oder verhakt und dann hat eine von beiden Parteien ein Problem. Wer auf eine gute Qualität und damit eine langwierige Benutzung auch noch in mehreren Jahren aus ist, sollte auf jeden Fall auf eine hochwertige Variante von spezialisierten Unternehmen setzen. Hier kann man sich der Qualität durch Kundenbewertungen, Erfahrungsberichten sowie Garantien bewusst sein, während für Fehler beim Eigenbau ausschließlich Sie die Haftung tragen und im Zweifelsfall bei Fehlkonstruktionen nochmal von vorne beginnen müssen.

Merkmale hochwertiger Querstangen

Qualitativ hochwertige Turnstangen zeichnen sich vor allem durch eine einfache Montage, sowie hohe Belastbarkeit aus. Hinsichtlich der Festigkeit und Haltbarkeit sind Stangen aus Edelstahl kaum zu übertreffen, da sich an diesen auch Outdoor kein Rost absetzen kann. Je nachdem, wie viel Sie auf die Waage bringen, sollten Sie auch auf eine ausreichende Belastbarkeit der Turnstange achten. Diese ist oft mit in der Beschreibung des Artikels angegeben. Dabei sollten Sie mindestens eine Belastungsstärke so groß wie Ihr zweifaches Körpergewicht wählen. Dies ist sehr wichtig, da bei Übungen wie Aufschwung, Umschwung oder sonstigen Belastungen eine höhere Kraft, als die Ihres eigenen Körpergewichtes auf die Turnstange wirkt. Wiegen Sie also 90 Kilo, dann machen Sie sich auf die Suche nach einer Klimmzugstange, welche mindestens für Belastungen bis 180 Kilo geeignet ist. Je belastbarer, desto besser, denn nach oben hin werden Sie keine Probleme bekommen. In die andere Richtung hingegen, wenn Sie also nicht ausreichenden Belastungen standhält, kann es passieren, dass diese irgendwann nicht hält und Sie sich dabei schlimmstenfalls ernsthaft verletzen. Geben Sie lieber den ein oder anderen Euro mehr aus und kaufen ein geprüftes und beständiges Reck, als an dieser Stelle sparen zu wollen und es am Ende zu bereuen.

Veröffentlicht am 09.10.2018 von Arno Driemeyer Lärchenholz-Turnrecks, über TOLYMP 0 385

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